Vortrag zu Gärten auf Papier: Historische Herbarien und das Herbarium Ruperti der HAB

Historische Herbarien als Quellen

Am Freitag,11. September, lädt das Gärtnermuseum ab 18:30 Uhr zu einem Vortrag von Herrn Dr. Thomas Biskup in die Kultur- und Bildungsstätte am Neuen Weg 33 ein.

Historische Herbarien werden im Zeitalter des Klimawandels von Geistes- wie Naturwissenschaften zunehmend als wichtige Quellen erkannt: Sie erlauben die Analyse von naturhistorischen Wissensordnungen und -praktiken der Vergangenheit und dokumentieren zugleich die botanische Biodiversität vergangener Epochen.

Historische Herbarien stehen im Mittelpunkt des Vortrages.
Historische Herbarien stehen im Mittelpunkt des Vortrages.

Bestände in der Herzog August Bibliothek

Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel besitzt neben ihren reichen Buch- und Handschriftenbeständen auch vier historische Herbarien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Der jüngste Zugang ist ein dreibändiges Herbarium, das um 1700 von einem hannoverschen Theologen erstellt und 2019 aus britischem Privatbesitz erwerben wurde. Es enthält ca. 1.300 getrocknete Kultur- und Wildpflanzen aus dem niedersächsischen Raum und stellt eine der frühesten umfassenden Sammlungen norddeutscher Flora dar.

Forschungsprojekt

Seit 2024 wird es in einem interdisziplinären Forschungsprojekt wissenschaftshistorisch wie botanisch untersucht, restauriert und digitalisiert. Der Vortrag stellt das Projekt vor und diskutiert anhand des Herbarium Ruperti grundlegende Fragen zu historischen Herbarien.

Fotoquelle:

Herzog August Bibliothek